Samstag, 12. April 2025

Neue Seminarrreihe - Reise durch Deutschland

Nach Reisen durch Baden-Württemberg, Europa und die Welt hat nun die Reise durch Deutschland begonnen. In der Seminarreihe, die ich im Auftrag der VHS Stuttgart und ATRIO Leonberg durchführe, wird es wieder um Geschichte(n), Land und Leute gehen – und die Themen, die sich die Teilnehmenden wünschen

Was wissen Sie über Deutschland?

Beim ersten Termin starteten wir mit Fragen. Die Teilnehmenden konnten die meisten beantworten – ob es um die Bevölkerungszahl, berühmte Deutsche oder Sehenswürdigkeiten ging. Unterschiedliche Meinungen gab es bei der Frage, welche Region denn die schönste sei – genannt wurden Berlin, der Norden, Bayern, aber natürlich auch Baden-Württemberg

Die Folgen der Bundestagswahl

Intensiv diskutiert wurden die Bundestagswahl. Erfreulich viele hatten der Teilnehmenden haben teilgenommen, mit dem Ergebnis waren nicht alle zufrieden. Zudem habe ich die wahrscheinlich zukünftige Regierung unter Friedrich Merz vorgestellt.

Geschichte(n), Land und Leute und Regionen

In den nächsten Seminare wird es um die Geschichte und aktuelle Politik Deutschlands, Land und Leute und die Regionen Deutschlands gehen. Die Reihenfolge und die genauen Themen werden die Teilnehmenden bestimmen. Dieses und weitere Angebote finden Sie bei meinen Angeboten zur Inklusion.

Freitag, 28. März 2025

Mitbestimmung und Inklusion vor Ort

Nach den „großen“ Bundestagswahlen  ging es bei meinen Seminaren an der Ludwig-Schlaich-Akademie um Mitbestimmung und Inklusion vor Ort.

Inklusion in der Praxis

Bereits zum zweiten Mal habe ich das Modul „Bundesteilhabegesetz und UN-Behindertenrechtskonvention“ für den Kurs „Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung“ durchgeführt. Die Teilnehmenden haben bereits jahrelang Berufspraxis und konnten deshalb berichten, ob und wie diese Regeln in der Praxis ankamen. Die Ergebnisse waren gemischt. Die Teilnehmenden lobten, dass mehr für Barrierefreiheit getan und Menschen mit Behinderung besser wahrgenommen werden. Sie äußerten aber auch Sorgen in den Werkstätten und in Schulen und fragten unter anderem, ob Schulen ausreichend vorbereitet sind für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes.

Wie und wo können Jugendliche und Kinder mitbestimmen?

Bei den der Fachschule für Jugend- und Heimerziehung habe ich bereits zum dritten Mal einen Kurs übernommen. Im Mittelpunkt steht dabei Mitbestimmung auf den verschiedenen Ebenen. In Arbeitsgruppen erarbeiten die Auszubildenden, wo und wie ihre Klient*innen mitbestimmen könnten und sollten. In den Einrichtungen gibt es Regeln, die Grenzen setzen – aber auch Möglichkeiten zur Mitbestimmung über gemeinsame Aktivitäten und die Gestaltung des Zimmers.

Großer Aktionstag „Diskutieren, Mitmachen, Verstehen“

Um Mitbestimmung geht es auch beim großen Aktionstag der Berufsfachschule für Arbeitserziehung an der Ludwig-Schlaich-Akademie“ am 10. Juli. Nach dem großen Erfolg der Veranstaltung im letzten Jahr planen wir mit Studierenden und Klient*innen dieses Jahr Stationen zu den Themen Arbeit, Umsetzung der UN-Konvention sowie Demokratie und Teilhabe. In einem bunten Begleitprogramm gibt es Kabarett und Fußball u.a. einem Besuch von Fritzle, dem Maskottchen des VfB Stuttgart.


Freitag, 21. Februar 2025

Über die Bundestagswahl reden

Mit einem Seminar für die Diakonie Stetten endeten meine Veranstaltungen zur Bundestagswahl. Erfreulich viele Menschen waren dabei, um sich über die Bundestagswahl zu informieren und über wichtige Themen zu diskutieren.

Seminare in Stetten, Leonberg und Heilbronn

Besonders gefreut hat mich, dass nach längerer Zeit wieder eine Veranstaltung in Stetten zustande gekommen ist. Hier hatte ich vor über 25 Jahren meine erste Veranstaltung. Unter den über 50 Teilnehmende waren einige vertraute Gesichter, aber auch einige Jungwähler*innen. Für ATRIO Leonberg waren es gleich Seminare mit zusammen genommen rund 100 Teilnehmer*innen. Bereits vor zwei Wochen war ich in Heilbronn bei einer Schule und an der Volkshochschule Heilbronn, die gemeinsam mit den Offenen Hilfen eine Veranstaltung geplant hatte.

Warum, was, wie, und wen wählen?

In dem Seminar ging es um verschiedene Fragen zu den Wahlen. „Weil es wichtig ist“ war eine der Antworten zur Frage, warum sie wählen wollen. Mit Unterstützung der Teilnehmenden konnten auch die Fragen zu den Aufgaben des Bundestags und dem Wahlprozess gut beantwortet werden. Schwieriger ist für viele, wen sie wählen sollen. Hier habe ich die wichtigsten Parteien und deren Wahlprogramme vorgestellt. Die von den Teilnehmenden angesprochenen Themen reichten von Inklusion, Sozialstaat bis zu Sorgen über den Krieg.

Eindrucksvolle Gespräche

Einige Moment der Diskussionen werden mir in Erinnerung bleiben: Der Teilnehmer, der eingebürgert wurde und mit 60 Jahren zum ersten Mal an einer freien Wahl teilnehmen kann. Viele Teilnehmer*innen engagieren sich in Vereinen oder setzten sich als Bewohner- oder Werkstattrat für andere ein. Gefreut hat mich auch – bei allen Meinungsunterschieden – der faire Umgang miteinander. Nachdenklich gemacht hat mich die Frage, ob es in Deutschland auch Krieg geben könnte.

Klient*innen unterstützen

In den Seminaren waren Mitarbeiter*innen dabei, die die Klient*innen beim Wählen unterstützen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung war auch im Unterricht an der Ludwig-Schlaich-Akademie ein großes Thema. Unterstützung – beim Wahlvorgang und den Inhalten – ist ausdrücklich möglich und erwünscht, die Entscheidung treffen aber alle Menschen für sich allein.,

Reise durch Deutschland und Mitmachtag

Durch die vorgezogene Wahl fallen zwei Termine nun in die Zeit nach der Wahl. Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres werden wir wieder einen Demokratietag an der Ludwig-Schlaich-Akademie durchführen. Für ATRIO Leonberg werden wir eine Reise durch Deutschland durchführen und auf Land und Leute in den verschiedenen Regionen blicken. Der Blick richtet sich aber auch bereits zur nächsten großen Wahl – Im Frühjahr 2026 wählen die Bürger*innen von Baden-Württemberg einen neuen Landtag

Montag, 20. Januar 2025

Einfach wählen gehen – Informationen und Veranstaltungen zur Bundestagswahl

Die vorgezogenen Bundestagswahlen haben auch meine Planungen verändert. Meine Angebote finden Sie auf meiner Homepage. Einige Veranstaltungen werden wir erst nach der Wahl durchführen. Den Aktionstag an der Ludwig-Schlaich-Akademie zu einem „Demokratietag“ umbenannt – Demokratie ist nämlich immer ein Thema. Ebenfalls nach der Wahl werden wir eine „Reise durch Deutschland“ durchführen. 

Seminare in leichter Sprache

Vor der Wahl sind Seminare für die Diakonie Stetten und die Offene Hilfe Heilbronn geplant. Gerne können Sie sich bei mir melden, wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung haben.. 

Informationen zur Wahl in leichter Sprache

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Broschüre zur Bundestagswahl in leichter Sprache gibt es bereits online, sie wird bald auch in gedruckter Form kommen.
Es gibt eine weitere Themenseite zur Bundestagswahl
Den Wahlomat gibt es ab 6. Februar:     

Landeszentrale für politische Bildung

Die Landeszentrale hat eine eigene Seite zur Bundestagswahl
Dort gibt es auch eine Rubik in leichter Sprache. Auf dieser Seite wird auf die Broschüre und den Leitfaden für Assitenzkräfte der Wahl von 2021 verwiesen. 

Videos

Zu unserem Aktionstag zu den Kommunal- und Europawahlen an der LSAK haben wir einen Youtube-Kanal erstellt. Auf der Seite Playlists sammle ich derzeit Videos zur Bundestagswahl, d.h. die Liste wird noch länger:  

Freitag, 20. Dezember 2024

Andererseits - Journalismus für alle

Durch die Recherche von Jan Böhmermann bin ich auf die Seite Andererseits  aufmerksam geworden. Journalist*innen mit und ohne Behinderung decken Missstände auf. Ein tolles und wichtiges Projekt!

Wie Deutschland bei der Inklusion versagt

Die Ergebnisse der Recherche mit dem ZDF Magazin Royale sind auf der Seite Inklusion zusammengefasst. Die Beispiele für die Ausgrenzung in der Politik und am Arbeitsmarkt sind hier nochmals ausführlicher beschrieben.

Journalismus von andererseits

Über Lesen gelangt man zu weiteren investigativen Projekten, wie die Behinderung am Arbeitsmarkt, sexualisierte Gewalt und die Lücken beim Katastrophenschutz.

Angebote

Über Kennenlernen kann man sich für einen Newsletter anmelden - Ziel: Lerne Behinderung besser verstehen.  Außerdem gibt es einen Leitfaden für die richtigen Worte im Umgang mit Behinderung und Tipps für Social Media. Für Firmen werden darüber hinaus Workshops angeboten, bei der für Behinderung und Inklusion sensibilisiert wird.

Wie Deutschland Ausgrenzung als Inklusion verkauft

In der letzten Sendung des ZDF Magazin Royal im Jahr 2024 widmete sich einem wichtigen Thema - Inklusion. 

Was ist Inklusion?

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes definiert Inklusion: Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhalten soll, sich umfassend und gleichberechtigt an der Gesellschaft zu beteiligen. In Deutschland gibt es 13 Millionen mit Behinderungen – jede 6. Person
Die Behindertenrechtskonvention gilt seit 2009 in Deutschland – wir aber unzureichend umgesetzt.

Menschen mit Behinderungen werden behindert

Beispiele aus dem Alltag zeigen die vielfältigen Probleme: Menschen nehmen wenig Rücksicht, sprechen nur mit der Begleitperson, es gibt wenige barrierefreie Wohnungen, Arztpraxen oder Friseure. Selbst beim Katastrophenschutz hat man Menschen mit Behinderung vergessen.

Inklusion an Schulen geht zurück

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt möchte Förderschulen stärken. In Baden-Württemberg ist die Anzahl von Kindern in Förderschulen in den letzten Jahren sogar gestiegen, in anderen Ländern bleibt es auf hohem Niveau. Dabei sind Förderschulen oft nur der Auftakt einer Exklusionskette – viele Kinder verlassen die Schulen ohne Schulabschluss.

Mangelnde Inklusion in der Arbeitswelt

Viele Menschen arbeiten in Werkstätten für Behinderung, in denen sie lediglich rund 220 Euro verdienen. Sie erhalten Zuschüsse, dennoch sind Menschen mit „Aktivitätseinschränkungen“ deutlich stärker von Armut betroffen als andere.
Die Werkstätten kommen auch nicht dem Ziel „Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt“ nicht nach, lediglich 0,35 % schaffen den Übergang. Zwar möchten viele Menschen dort arbeiten, offensichtlich ist der Arbeitsmarkt auch nicht vorbereitet.
61 % der Unternehmen kommen ihrer Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen nicht vollständig nach – auch das ZDF Magazine Royale. Diese müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen, können diese aber dann von der Steuer absetzen.
Porsche erfüllt die Vorgaben auch nicht – lässt aber gleichzeitig Menschen in Werkstätten für sich arbeiten.  

Staat arbeitet mit Tricks

Der Staat als Arbeitgeber ist kaum besser – und arbeitet mit weiteren Tricks, um die Abgabe zu umgehen. Aufträge an Werkstätten können zur Hälfte angerechnet werden. Wenn genug Werkstatt-Aufträge vergeben werden, muss man also gar keine Abgaben zahlen.

Barrierefreie Wahllokale – so gut es geht, jedenfalls

Wahllokale sind häufig in Schulen – die nicht barrierefrei sind. Eine Umfrage des Bundeswahlleiters von 2017 zeigt, dass 71 % der Wahllokale barrierefrei sind. Allerdings durften die Gemeinden selber bestimmen, was sie unter „barrierefrei“ verstehen. Es gibt auch keinen Anspruch. Die interessante Antwort des Bundeswahlleiters: Wir denken aber, dass alle Städte und Gemeinden bei der Auswahl der Wahllokale auf Barrierefreiheit achten. So gut es geht, jedenfalls.

Dienstag, 19. November 2024

Leichte Sprache ist kompliziert

In einem Interview SPIEGEL gibt die Expertin Anne Leichtfuß gibt Tipps zur leichten Sprache.

Viele Menschen sind auf leichte Sprache angewiesen

14 Millionen Menschen in Deutschland brauchen leichte Sprache, damit sie sich informieren können.
Entscheidend sind kurze Sätze, möglichst mit einer Information im Satz. Fremdwärter und Fachbegriffe zum Beispiel müssen erklärt werden. In einem Projekt hat sie für die Münchner Kammerspiele „Antigone“ von Sophokles in Leichte Sprache übertragen.

Punkte in Wörtern für mehr Verständlichkeit

Die Punkte in manchen Wörtern dienen der Verständlichkeit. Sie unterteilen die Worte in Sinneinheiten, so kann man sie leichter erfassen.

Illustrationen und Grafiken für politische Inhalte

Das Verständnis von politischen Berichten erfordert viel Vorwissen. Hier verwendet die Autorin Grafiken und Illustrationen, bei Digitaltexten können Informationen verlinkt werden.

Prozentangaben sind kaum übertragbar

Gescheitert ist die Expertin bei der Angabe einer Prozentzahl. Auch nach Rücksprache mit ihren Prüfern hat sie festgestellt, dass die Übertragung auf Prozente kaum funktioniert. Sie verwendet stattdessen „manche“, „einige“ oder „viele“ anstelle einer konkreten Prozentzahl.