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Montag, 20. April 2026

Neue Seminarreihen „Stammtisch“ und „Reise um die Welt“

Nach den Veranstaltungen zur Landtagswahl gehen meine Seminare für Menschen mit Behinderungen weiter. In dieser Woche starteten zwei Reihen – die bereits bewährte Reihe „Reise um die Welt“ für ATRIO Leonberg und der Stammtisch für die Diakonie Stetten – beide in Kooperation mit Volkshochschulen.

Politischer Stammtisch – Jetzt reden wir!

Bei diesem neuen Format sollen alle zu Wort kommen. Die Teilnehmenden können über die Themen mitbestimmen, Fragen stellen und mitreden. Ein Thema soll im Mittelpunkt stehen, die Teilnehmenden können aber auch am Abend ihre eigenen Themen einbringen. Die Veranstaltungen werden im Rahmen der Easy Uni angeboten, einer Kooperation zwischen der Diakonie Stetten und der VHS Unteres Remstal.

Über den Iran-Krieg reden

Am ersten Abend ging es um den Iran-Krieg. Zunächst habe ich die Vorgeschichte, Hintergründe und wichtige Aspekte des Krieges erklärt. Es ging auch um die Folgen bei uns – die Teilnehmenden befürchten, dass alles immer teurer wird. Mindestens genauso wichtig war mir, über den Krieg zu reden. Die Teilnehmenden berichteten, dass sie die Fernsehberichte belasten. Hier ist es besser, nicht zu viele Nachrichten und Bilder zu schauen.

Viele Ideen für die nächsten Stammtische

Die Teilnehmenden haben schon viele Ideen für unsere nächsten Termine. m Juni soll es passend zur Fußball-Weltmeisterschaft um Sport und Politik gehen, im Herbst dann um die US-Wahlen und Donald Trump. Bei jedem Abend wird aber auch Zeit bleiben, andere Themen zu diskutieren.

Reise um die Welt geht in die nächste Runde

Die Teilnehmenden bei ATRIO dürfen auch mitbestimmen – und haben sich für eine weitere Reise um die Welt entschieden. Die Veranstaltungsreihe wird von der VHS Stuttgart und ATRIO Leonberg organisiert. Schwerpunkt wird dieses Mal die Zuwanderung nach Deutschland. In einem ersten Überblick habe ich aufgezeigt, dass es in Deutschland schon immer Zu- und Abwanderung gegeben haben. Einige Teilnehmenden oder ihre Eltern sind in den vergangenen Jahren zu uns gekommen. Diese Länder werden ebenso wie die genannten Lieblingsurlaubsländer in den folgenden Seminaren im Mittelpunkt stehen.
 

Teilhabe fördern

Auf meiner Seite Teilhabe fördern finden Sie weitere Vorschläge. Prinzipiell sind aber natürlich alle Themen meiner Seminarangebote in angepasster Form auch für Menschen mit Behinderungen denkbar. Ich freue mich auf Ihre Vorschläge.  

Sonntag, 2. November 2025

Besuch im Landtag von Baden-Württemberg

Zum Auftakt meiner Veranstaltungsreihe zur Landtagswahl habe ich mit Teilnehmenden der Diakonie Stetten den Landtag von Baden-Württemberg besucht.

Rundgang durch das Parlament

Zunächst wurden wir von einer Vertreterin des Besucherdiensts durch das Haus geführt. Besonders eindrucksvoll war hierbei ein Buch über Abgeordnete aus unserer Region, die in Zeiten des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Darüber steht Artikel 1 unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Über Schriftführer, die nicht schreiben

Der Rundgang endete im Plenarsaal, wo wir in der ersten Reihe Platz nehmen konnten, wo sonst die Fraktionen sitzen. Die Referentin berichtete über die Arbeit des Präsidiums, die aus der Landtagspräsidentin und den Schriftführer besteht – die aber nicht schreiben, sondern die Sitzungsleitung unterstützen. Direkt neben dem Rednerpult sitzen die Stenographen und schreiben alles mit.

Was macht ein Landtagsabgeordneter?

Anschließend stand uns Jochen Haußmann für ein Gespräch zur Verfügung. Er ist seit 2011 Abgeordneter für den Wahlkreis Schorndorf. Als Parlamentarischer Geschäftsführer organisiert er mit anderen Fraktionen den parlamentarischen Betrieb.. Aber auch in sitzungsfreien Wochen bleibt viel zu tun, am nächsten Tag hat er gleich fünf Termine in der Gegend. Geduldig beantwortete er unsere Fragen. Mit Brezeln und Getränken endete unser Besuch.

Seminare zur Landtagswahl

Vor der Landtagswahl werde ich für Veranstaltungen für die Diakonie Stetten und andere Einrichtungen durchführen. Einen Überblick über meine Angebote finden Sie hier.  Für die VHS Stuttgart biete ich im November einen weiteren Besuch im Landtag. Auf der Seite der Diakonie Stetten finden Sie einen Bericht über unseren Besuch. 

Freitag, 25. Juli 2025

Reise durch Deutschland geht im Norden zu Ende

Mit einem Seminar über den Norden endete unsere Reise durch Deutschland. Aus Anlass der Bundestagswahl haben wir dieses Mal Deutschland näher angeschaut. Es ist nach Baden-Württemberg, Europa und der Welt bereits die vierte Seminarreihe, die ich mit und für die VHS Stuttgart und ATRIO Leonberg organisiert und durchgeführt habe.

Die Bundestagswahl und die Folgen

Beim ersten Termin ging es um Fragen zu Deutschland. Ob Bevölkerungszahl, berühmte Deutsche oder Sehenswürdigkeiten – die meisten Fragen konnten die Teilnehmenden souverän beantworten. Intensiv diskutiert haben wir die Ergebnisse der Bundestagswahl, bei der erfreulich viele teilgenommen haben. Ich stellte die neue Regierung und ihre Vorhaben vor.
 

Deutschlands wechselhafte Geschichte

Beim Seminar zur Geschichte behandelten wir mit dem Nationalsozialismus auch die dunklen Seiten der Geschichte auch mit einem Bezug zum 80. Jahrestag des Kriegsendes. Umso erfreulicher ist die Entwicklung der Bundesrepublik, die sich trotz aller Probleme gut entwickelt hat.
 

Die Regionen Deutschlands und ihre Eigenheiten

Bei drei letzten Terminen stellte ich Bundesländer im Osten, Süden und Norden vor. Während schon einige in Berlin waren, waren die Bundesländer im Osten noch nicht so bekannt. Umso wichtiger war es mit Bildern auf die schönen Ecken hinzuweisen. Bei südlichen Ländern konnten viele über Ihre Erfahrungen in Bayern berichten – und natürlich unser eigenes (und schönstes) Bundesland Baden-Württemberg. Beim letzten Termin berichtete uns ein aus Hannover stammender Teilnehmer über die Vorzüge des Nordens: Fischbrötchen und Mettwurst, Bier und natürlich die Nordsee.
 

Ein erneuter Blick in die Welt

In meinem Blog werde ich die Ergebnisse dokumentieren. Im nächsten Semester geht die Reise weiter. Auf vielfachen Wunsch blicken wir im nächsten Semester nochmal in die Welt. Bei ATRIO leben Menschen aus vielen Nationen und ich hoffe, dass einige von ihnen bereit sind, ihre Heimatländer vorzustellen. Weitere Angebote zur Inklusion finden Sie hier.

Donnerstag, 17. Juli 2025

Diskutieren, Mitmachen, Verstehen – toller Aktionstag für Inklusion und Demokratie

Nachdem die Veranstaltung zur Kommunal- und Europawahl im letzten Jahr ein großer Erfolg war, haben wir an der Ludwig-Schlaich-Akademie wieder einen Aktionstag durchgeführt. Neben Demokratie und Mitbestimmun ging es dieses Mal um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Vorbereitet und durchgeführt wurden die Stationen von angehenden Arbeitserzieher*innen, unterstützt wurden sie durch Klient*innen der Diakonie Stetten.

Mitmachen und mitbestimmen

Im „Demokratie-Raum“ gab es vier Stationen: Anhand einer Präsentation wurden wichtige Aspekte der Demokratie erklärt. An einer Wand mit aufklappbaren Bildern ging es um Mitbestimmung im Alltag. Außerdem konnten die Gäste über ihre Lieblingsstation abstimmen. Besonders gefreut hat mich, dass auch ein Klient dabei war, der über seine Arbeit zu Grafeneck berichtet hat. Alle machten ihre Sache so toll, dass ich kaum zur Unterstützung gebraucht wurde – ein schönes Gefühl.

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

In einem weiteren Raum hatten die Studierenden Stationen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorbereitet. Von Arbeitsmitteln für Menschen mit Einschränkungen, unterstützte Kommunikation, Berufsplanung hin zur Simulation von Vorstellungsgesprächen konnten sich die Gäste informieren und mitmachen. An einem von den Studierenden erbauten Deutschland-Puzzle konnten die Besucher*innen ihre Kenntnisse über Bundesländer, Essen und Fußballvereinen beweisen. Das Ziel Inklusion gilt auch für die Freizeit. Vor dem Haus hatten Studierende und Vertreter eines inklusiven Fußballvereins eine Torwand so umgebaut, dass auch Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen sie bespielen konnten.

Ein Comedian, das VfB-Maskottchen und gutes Essen

Ein tolles Begleitprogramm rundeten den Tag ab. Der Comedian Kai Bosch brachte uns zum Lachen und Nachdenken. Das VfB-Maskottchen Fritzle probierte alle Stationen aus und stand auch für Fotos zur Verfügung. Das gefiel nicht nur mir als treuem VfB-Fan. Nicht zuletzt sorgte ein inklusives Team dafür, dass alle gut mit Essen und Trinken versorgt wurden.

Angebote zur Landtagwahl

Mit der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 gibt es den nächsten Anlass um über Demokratie und Mitbestimmung zu reden. Meine Vorschläge und den Stand der Planung finden Sie hier. Weitere Angebote zur Inklusion habe ich hier zusammengestellt.

Samstag, 12. April 2025

Neue Seminarrreihe - Reise durch Deutschland

Nach Reisen durch Baden-Württemberg, Europa und die Welt hat nun die Reise durch Deutschland begonnen. In der Seminarreihe, die ich im Auftrag der VHS Stuttgart und ATRIO Leonberg durchführe, wird es wieder um Geschichte(n), Land und Leute gehen – und die Themen, die sich die Teilnehmenden wünschen

Was wissen Sie über Deutschland?

Beim ersten Termin starteten wir mit Fragen. Die Teilnehmenden konnten die meisten beantworten – ob es um die Bevölkerungszahl, berühmte Deutsche oder Sehenswürdigkeiten ging. Unterschiedliche Meinungen gab es bei der Frage, welche Region denn die schönste sei – genannt wurden Berlin, der Norden, Bayern, aber natürlich auch Baden-Württemberg

Die Folgen der Bundestagswahl

Intensiv diskutiert wurden die Bundestagswahl. Erfreulich viele hatten der Teilnehmenden haben teilgenommen, mit dem Ergebnis waren nicht alle zufrieden. Zudem habe ich die wahrscheinlich zukünftige Regierung unter Friedrich Merz vorgestellt.

Geschichte(n), Land und Leute und Regionen

In den nächsten Seminare wird es um die Geschichte und aktuelle Politik Deutschlands, Land und Leute und die Regionen Deutschlands gehen. Die Reihenfolge und die genauen Themen werden die Teilnehmenden bestimmen. Dieses und weitere Angebote finden Sie bei meinen Angeboten zur Inklusion.

Freitag, 21. Februar 2025

Über die Bundestagswahl reden

Mit einem Seminar für die Diakonie Stetten endeten meine Veranstaltungen zur Bundestagswahl. Erfreulich viele Menschen waren dabei, um sich über die Bundestagswahl zu informieren und über wichtige Themen zu diskutieren.

Seminare in Stetten, Leonberg und Heilbronn

Besonders gefreut hat mich, dass nach längerer Zeit wieder eine Veranstaltung in Stetten zustande gekommen ist. Hier hatte ich vor über 25 Jahren meine erste Veranstaltung. Unter den über 50 Teilnehmende waren einige vertraute Gesichter, aber auch einige Jungwähler*innen. Für ATRIO Leonberg waren es gleich Seminare mit zusammen genommen rund 100 Teilnehmer*innen. Bereits vor zwei Wochen war ich in Heilbronn bei einer Schule und an der Volkshochschule Heilbronn, die gemeinsam mit den Offenen Hilfen eine Veranstaltung gesplant hatte.

Warum, was, wie, und wen wählen?

In den Seminar ging es um verschiedene Fragen zu den Wahlen. „Weil es wichtig ist“ war eine der Antworten zur Frage, warum sie wählen wollen. Mit Unterstützung der Teilnehmenden konnten auch die Fragen zu den Aufgaben des Bundestags und dem Wahlprozess gut beantwortet werden. Schwieriger ist für viele, wen sie wählen sollen. Hier habe ich die wichtigsten Parteien und deren Wahlprogramme vorgestellt. Die von den Teilnehmenden angesprochenen Themen reichten von Inklusion, Sozialstaat bis zu Sorgen über den Krieg.

Eindrucksvolle Gespräche

Einige Moment der Diskussionen werden mir in Erinnerung bleiben: Der Teilnehmer, der eingebürgert wurde und mit 60 Jahren zum ersten Mal an einer freien Wahl teilnehmen kann. Viele Teilnehmer*innen engagieren sich in Vereinen oder setzten sich als Bewohner- oder Werkstattrat für andere ein. Gefreut hat mich auch – bei allen Meinungsunterschieden – der faire Umgang miteinander. Nachdenklich gemacht hat mich die Frage, ob es in Deutschland auch Krieg geben könnte.

Klient*innen unterstützen

In den Seminaren waren Mitarbeiter*innen dabei, die die Klient*innen beim Wählen unterstützen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung war auch im Unterricht an der Ludwig-Schlaich-Akademie ein großes Thema. Unterstützung – beim Wahlvorgang und den Inhalten – ist ausdrücklich möglich und erwünscht, die Entscheidung treffen aber alle Menschen für sich allein.,

Reise durch Deutschland und Mitmachtag

Durch die vorgezogene Wahl fallen zwei Termine nun in die Zeit nach der Wahl. Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres werden wir wieder einen Demokratietag an der Ludwig-Schlaich-Akademie durchführen. Für ATRIO Leonberg werden wir eine Reise durch Deutschland durchführen und auf Land und Leute in den verschiedenen Regionen blicken. Der Blick richtet sich aber auch bereits zur nächsten großen Wahl – Im Frühjahr 2026 wählen die Bürger*innen von Baden-Württemberg einen neuen Landtag

Freitag, 18. Oktober 2024

Donald Trumps Kampagne ist ein Musterbeispiel für Exklusion

In der Süddeutschen Zeitung beschreibt Heribert Prantl den Wahlkampf der Republikaner in den USA.

Ableismus – Menschen auf Beeinträchtigungen reduzieren

Der Begriff Ableismus leitet sich aus dem Begriff Fähigkeiten (ability) ab. Er grenzt alle Menschen aus, die nicht einer vermeintlichen Normalität entsprechen, die also von der angeblichen körperlichen oder geistigen Norm abweichen. Alle Menschen, die die als wesentlich betrachteten Fähigkeiten nicht haben, werden als gestört und behindert kategorisiert, diskriminiert und exkludiert.

Donald Trump als exzessive Kampagne für Ableismus

Den Wahlkampf von Trump bezeichnet Prantl als „eine sehr ausgreifende, eine exzessive und zugleich weltweit wirksame hochgiftige Kampagne für den Ableismus“. Schon in seiner ersten Amtszeit hat er abwertend über Menschen mit Behinderungen geredet, nun diskreditiert politischen Gegner als irre, geistig behindert oder krank.

Leitmedien als Leidmedien

Trump kritisiert auch die Medien, den diskriminierenden Unsinn von Trump durch ständige Wiederholung sagbar machen. Kritiker, die Trump aus berechtigtem Zorn ihrerseits als Irren bezeichnen, gehen Trump auf den ableistischen Leim. Passender hält er die von Tim Walz geprägte Bezeichnung „weird“, die ihn als komisch beschreiben, aber ohne aggressiven und gehässigen Unterton.

Inklusion bedeutet, dass alle am System teilhaben können

Trump steht allem entgegen, was Integration und Inklusion heißt. Integration bedeutet die Eingliederung in ein vorhandenes System, Inklusion geht darüber hinaus, nämlich „einlassen“ und „einbeziehen“. Die Gesellschaf sollte so gestaltet werden, dass ein Mensch, mit welchen Behinderungen, Beeinträchtigungen oder fehlenden Fähigkeiten auch immer, gut darin zurechtkommen kann.

Diversität ist Fakt, Inklusion eine Entscheidung 

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat das Gegenprogramm zu Trump formuliert. Er prägte die Formulierung „Diversity is a fact. Inclusion is a choice.“ - Man ist nicht behindert, man wird behindert. Es geht um die gesellschaftliche Sensibilität für eine gute Zukunftsgestaltung: Inklusion heißt Abbau von Barrieren, heißt Zugänglichkeit und zwar nicht nur zu Gebäuden und Verkehrsmitteln. Inklusion ist kein bautechnisches, sondern ein gesellschaftspolitisches Prinzip. Inklusion heißt Anerkennung und Wertschätzung.
 

Freitag, 30. Juni 2023

Über Demokratie reden

Es ist ein tolles Projekt, an dem ich mitwirken durfte. Das Kinder-Jugend-Kulturzentrum Neckarsulm bietet im Rahmen eines Projekts zahlreiche Aktionen, um Demokratie in unterschiedlichen Formen umzusetzen.  Bei zwei Seminaren an der Astrid-Lindgren-Schule haben wir über Demokratie geredet.

Wie können wir mitbestimmen?

Nach anfänglichem Zögern kam doch einiges zusammen: ob Auswahl der Kleider, Planung der Freizeit oder die Disco in der Schule – die Teilnehmer*innen können einiges mitbestimmen.

Demokratie beginnt im Kleinen

Unter der Fragestellung „Was wünsche ich mir“ erarbeiteten die Schüler*innen in Gruppen viele Ideen, die wir im anschließenden Gespräch besprochen haben. Von weniger Streit in der Schule, Verbesserungen an der Schule war die Hoffnung auf einen guten Job.
Mitbestimmen in der großen Politik
Im letzten Teil ging es um die „große“ Politik – wie können wir dort mitbestimmen? An Wahlen – einer der wichtigsten Form der Mitbestimmung – dürfen die Schüler*innen der Berufsschule nächstes Jahr teilnehmen.

Angebote zur Europa- und Kommunalwahl 2024

Zur Europa- und Kommunalwahl 2024 biete ich einige Informationen und Vorschläge für Veranstaltungen.

Donnerstag, 12. Mai 2022

Fortbildungen für die Diakonie Stetten – Bewohnerbeiräte stark machen

Für die Diakonie Stetten habe ich einige Fortbildungen für Bewohnerbeiräte durchgeführt. Die Veranstaltungen hatten ein wichtiges Ziel: den Bewohnerbeirat stark machen. Auf meiner Homepage berichte ich über die schönen Erfahrungen mit diesem Konzept.

Was machen Bewohnerbeiräte?

m ersten Teil ging es um die Aufgaben und Pflichten von Bewohnerbeiräten: Sie kümmern sich um Probleme und Wünsche anderer Bewohner und vertreten diese gegenüber Leitungen. Dabei werden sie durch Vertrauenspersonen unterstützt

Gute Gespräche führen

Im zweiten Teil ging es darum, wie wir gute Gespräche führen können: zuhören, den anderen ernst nehmen, aber auch die eigene Meinung klar machen. An Beispielen aus der Praxis wie die Planung von Veranstaltungen oder schwierigen Gesprächen mit Mitarbeitern übten wir das anschließend in Kleingruppen.

Viele Ideen für weitere Aktivitäten

Beim Austausch entstand eine lange Liste von tollen Ideen: Gemeinsame Spieleabend, Politiker einladen, Briefe schreiben und die Vernetzung mit anderen Bewohnerbeiräten. Die Ergebnisse werden wir nun zusammenfassen und allen Bewohnerbeiräten zusenden.


Donnerstag, 6. Dezember 2018

Fortbildung für Werkstatträte und Frauenbeauftragte - Demokratie bedeutet Mitbestimmung

Was bedeutet Demokratie? Wer macht die Politik? Welche Möglichkeiten gibt es mitzubestimmen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am 3. Dezember – dem Internationalen Tag der Behinderten – rund 20 Werkstatträte und Frauenbeauftragte der Hagsfelder Werkstätten. Sie waren der Einladung der Karlsruher Behindertenbeauftragten ins Karlsruher Rathaus gefolgt.

Kommunale Behindertenbeauftragte

Das Landesbehindertengleichstellungsgesetz verpflichtet die Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg zur Bestellung einer „Kommunalen Behindertenbeauftragten“. In Karlsruhe hat diese Aufgabe Ulrike Wernert. Die zentrale Aussage ihrer Seite zitiere ich gerne:
Gesellschaft muss sich so verändern, dass alle Menschen selbstbestimmt daran teilnehmen können
Auf ihrer Facebook-Seite bietet sie aktuelle Informationen zum Thema Inklusion.

Demokratie als Herrschaft des Volkes

Bereits die Vorstellungsrunde der Fortbildung war bewundernswert. Es war toll zu sehen, wie sich die Werkstatträte und Frauenbeauftragten für ihre Kolleg/innen einsetzen. So engagiert waren auch die Diskussionen nach meinem Beitrag über die Bedeutung von Demokratie – auf diese engagierten Bürger/innen kann unsere Demokratie bauen!

Weitere Informationen 

Seite der Stadt Karlsruhe - Kommunalbehindertenbeauftragte

Artikel auf meiner Homepage: Politik für alle - Demokratie bedeutet mitbestimmen
 

Mittwoch, 8. November 2017

Die können und brauchen das nicht (und das bringt nichts)

Mit meinen politischen Bildungsseminaren für Menschen mit Behinderungen erreiche ich nur einen kleinen Teil der Menschen -– genauso wie meinen anderen Seminaren für andere Gruppen. Viele Menschen verstehen nicht alles und können sich auch nicht auch alles merken – nochmal eine Analogie zu „normalen“ Kursen

Die können das nicht

Es gibt viele, die keinen Zugang haben, aber erneut die Frage, ob es hier einen Unterschied zur normalen Bevölkerung gibt
Das Argument „Die können es nicht“ kann ich nicht gelten lassen: Bildung ist ein Grundrecht für alle, auch in der UN-Konvention für behinderte Menschen ist das Recht auf Bildung eines der zentralen Grundsätze.

„Die brauchen das nicht“

Die Aussage habe ich auch schon oft bei Behinderteneinrichtungen gehört. Teilweise in Verbindung mit „Der macht unsere Leute rebellisch“ oder „Wir wissen, was gut für die ist“ - über beide Zitate möchte ich in einem weiteren Blog berichten.
Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die in Einrichtungen arbeiten. Sie haben im Gegensatz zu mir auch regelmäßiger Kontakt zu den Menschen und können deren Fähigkeiten sicher besser beurteilen. Eine – wenn auch oft gut gemeinte – Aussage wie „Die brauchen das nicht“ kann ich aber nicht akzeptieren. Die Demokratie braucht mündige Bürger/innen – ohne Ausnahme. Dazu gehört, dass allen die Möglichkeit gegeben werden muss, sich zu informieren.

Das bringt nichts

Kommen wir zum letzten nur schwer zu entkräftenden Vorwurf, dass die Bemühungen wenig bringen. Erfolge von politischer Bildung sind schwer zu quantifizieren. Ein Kriterium könnte die Wahlbeteiligung sein.  Es gibt Untersuchungen, dass diese in Gegenden von Einrichtungen besonders niedrig ist. In meinen Seminaren kündigen viele Teilnehmer/innen an, wählen zu gehen.
Auch bezüglich des Kriteriums Teilnehmerzahl fällt das Urteil differenziert aus. Bei meinen Seminaren an der Diakonie Stetten hat das Interesse nachgelassen. Dies lässt sich aber auf die Dezentralisierung zurückführen, d.h. viele frühere Teilnehmer/innen wohnen nicht mehr vor Ort und können nicht mehr so einfach in die Seminare kommen. 

Freitag, 22. September 2017

Abschluss der Veranstaltungen zur Bundestagswahl

   

Mit zwei Seminaren für die Paulinenpflege in Murrhardt endete heute meine Veranstaltungsreihe zur Bundestagswahl in leichter Sprache. Das Interesse war riesig – von Politikverdrossenheit keine Spur!
Ziel für die Bundestagswahl bereits erreicht

Insgesamt waren es rund 750 Menschen, die an den 13 Seminaren, vier Podiumsdiskussionen und dem Aktionstag teilgenommen haben. Wenn diese alle zur Wahl gehen und möglichst vielen sagen, dass sie das tun sollen, ist mein Ziel für die Bundestagswahl bereits erreicht. Ein Überblick über die einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.

Seminare – Warum, wie und wen wählen?

Warum, wie und wen wählen? Das waren die Leitfragen der Seminare. Groß waren die Unterschiede bei der Dauer (von 30 Minuten bis vier Stunden) und der Teilnehmerzahl (von 6 bis rund 200).
Für die Seminare bei der Johannes-Diakonie und der Paulinenpflege durften die Mitarbeiter/innen die Arbeit unterbrechen. Dies erklärt die hohe Teilnehmerzahl, zeigt aber auch die Bedeutung, die das Thema Mitbestimmung mittlerweile einnimmt. Weniger Teilnehmer/innen, dafür bessere Diskussionsmöglichkeiten boten die Seminare bei den Zieglerschen, der Diakonie Stetten und der Offenen Hilfe, die abends bzw. nach Anmeldung stattfanden. Eine Besonderheit war die Veranstaltung in Karlsruhe, die eine Schulung für Multiplikator/innen umfasste.

Podiumsdiskussionen – Politiker sind auch nur Menschen

Für die Diakonie Stetten habe ich Podiumsdiskussionen in Bad Cannstatt, Lorch, Waiblingen und Esslingen moderiert. Leichte Sprache ist eine schwere Aufgabe, weder die Kandidat/innen noch ich schafften es, ganz ohne schwere Begriffe auszukommen. Mindestens genauso wichtig wie die diskutierten Themen ist aber die Begegnung: Politiker/innen lernten die Einrichtungen kennen, die Teilnehmer/innen sahen – wie ein Teilnehmer treffend feststelle – dass Politiker auch nur Menschen sind. Bewährt hat sich auch, dass die Teilnehmer/innen bereits im Vorfeld Fragen einreichen konnten. Dies erleichterte meine Planung und motivierte zur Teilnahme. Einen Bericht finden Sie hier.

Aktionstag Bundestagswahl – mitmachen und mitmischen

Ein schönes Erlebnis war der Aktionstag an der Diakonie Stetten. Mit einem breiten Angebot aus Informationsständen, Quiz, Kurzseminaren, Probewahlen aber auch Unterhaltung durch das tolle inklusive „Schwebende Orchester“ konnten wir viele Bewohner/innen erreichen. (Bericht).

Teilhabe fördern – auch nach der Bundestagswahl

Die Teilhabe zu fördern ist eine Aufgabe, die auch nach der Bundestagswahl wichtig ist. Auf der Seite Teilhabe fördern finden Sie Angebote, wie Sie an den Themen dranbleiben können: Dazu zählen Kontakte mit Politiker/innen, Seminare zur Mitbestimmung und die Themen der Bundestagswahl sowie Schulungen für Mitarbeiter/innen. Weitere Informationen finden Sie auf meiner Homepage.

Dienstag, 15. August 2017

Wählen gehen - Wahlprogramme kurzgefasst und in leichter Sprache


Wählen ist das zentrale Grundrecht in einer Demokratie. Die Beteiligung an Wahlen ist deshalb für die Inklusion wichtig.
Bis zur Bundestagswahl wird es zahlreiche Informationen von Parteien und Medien geben. Wer sich nicht die Mühe machen möchte, die ganzen Wahlprogramme zur Bundestagswahl zu lesen, hat verschiedene Möglichkeiten.

Zusammenfassungen von Wahlprogrammen

Etliche Seiten bieten Zusammenfassungen der Programme, z.B. die Landeszentrale für politische Bildung

Für die 6 größten Parteien bietet die LpB jeweils eine Zusammenfassung


 

 

Für die Twitter-Generation gibt es von den Parteien selbst erstellte Zusammenfassungen in 140 Zeichen.  

Wahlprogramme in leichter Sprache 

Toll finde ich, dass alle aktuell im Bundestag vertretenen Parteien ein Wahlprogramm in leichter Sprache herausgegeben haben.