Dienstag, 11. August 2020

Magazin für Menschen - Das Recht auf Familie

In der Senderreihe „Menschen-das-Magazin“ geht es im August um ein sehr brisantes Thema – das Recht auf Familie. Dieses Recht haben Menschen mit Behinderung häufig nur auf dem Papier. Sie müssen sich rechtfertigen. Behinderten Eltern – wie Lukas Pordzik - wird mit Vorurteilen begegnet.

Ein Vater kämpft um seine Kinder

Der Film handelt von einem Menschen mit Lernbehinderung, der sich das Sorgerecht für seine Kinder erstritten hat.
Unter der Aufsicht von Sozialpädagogen wird seine Elternschaft begleitet, es wird geschaut, wie gut der Vater mit den Zwillingen klarkommt, ob er ihre Bedürfnisse erkennt und für sie sorgen kann. Dieses Unterstützungsangebot für behinderte Eltern funktioniert häufig nicht besonders gut – das Recht auf Familie ist dann plötzlich vom Wohnort abhängig.

Spannende Berichte über Menschen mit Behinderung

Auf der Seite des Magazins finden Sie weitere spannende Berichte, z.B. über die Folgen von Corona und den Problemen von Menschen auf dem Arbeitsmarkt.  

Mittwoch, 8. Juli 2020

"Ich lass mich nicht behindern!" - Unternehmer mit Behinderungen

Es ist eine besondere Reihe auf 3Sat:  Besonders Normal gibt Einblicke in die Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen. Die Sendereihe begleitet Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag. Wie kann Teilhabe gelingen, was wurde bisher erreicht und welche Voraussetzungen müssen noch geschaffen werden, damit aus dem Traum "Inklusion" Wirklichkeit wird? „Besonders Normal“ wird in Zusammenarbeit mit der ZDF-Reihe „Menschen – das Magazin“ realisiert.

Unternehmer mit Behinderung

In der Juli-Ausgabe "Unternehmer mit Behinderungen" geht es um drei tolle Menschen, die trotz aller Hürden ihr eigenes Unternehmen gegründet haben. Während Pamela Pabst aus Berlin sich mit einer eigenen Kanzlei selbstständig machte und heute zwei Mitarbeiter beschäftigt, entwickelt Jan Blüher aus Dresden, speziell für Menschen, die erblindet oder deren Sehvermögen stark beeinträchtigt sind, Apps und Programme. Daniel Probst arbeitet nach dem Besuch einer Regelschule in seinem Kerzenatelier im bayerischen Donauwörth selbstbestimmt.

Selbstständigkeit als einzige Möglichkeit wieder am Arbeitsleben teilzunehmen

Für Menschen mit Behinderung ist die Selbstständigkeit manchmal die einzige Möglichkeit überhaupt wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Dafür gibt es auch Hilfe vom Staat. So fördert das Integrationsamt Darlehen oder Zinszuschüsse. In bestimmten Fällen gibt es weitere finanzielle Hilfen, wie beispielsweise Leistungen für Arbeitsassistenzen.

Dienstag, 23. Juni 2020

Sehnsucht nach Normalität - Menschen mit Behinderungen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise geht weiter – und die Probleme für Menschen mit Behinderungen. Auch in diesem Monat steht mein Bericht ganz unter dem Eindruck der Corona-Krise, die Menschen mit Behinderun-gen und ihre Angehörige vor ganz besondere Herausforderungen stellt.

Sehnsucht der Normalität

Der Bericht der Süddeutschen Zeitung beschreibt die Situation einer Einrichtung in Herrsching – sie gilt aber wohl für viele Menschen mit Behinderungen – die Sehnsucht nach Normalität. Besuchsverbote, eingeschränkter oder ganz eingestellter Betrieb in Werkstätten für Behinderte. Es ist auch für die Betreuer*innen eine besondere Situation: Es ist ein Spagat, den wir hier vollbringen - zwischen Normalität und dem Schutz der Menschen mit Behinderung

Unendlich erschöpft

In der ZEIT berichtet eine Mutter einer Tochter mit Behinderungen eindrucksvoll über ihren Alltag in Zeiten von Corona
Sie beklagt, dass von der Förderschule ihrer Tochter gar nichts kam – weder digital noch analog. Es fand einfach kein Unterricht, kein schulischer Austausch und keine Förderung statt.
Schon vor der Pandemie waren viele Eltern von Menschen mit Behinderungen unendlich erschöpft: Schuld sind der seit Jahren bestehende Fachkräftemangel, die inadäquate Bezahlung dieser Berufe und das unzureichende Unterstützungssystem für Familien mit herausfordernden Lebensumständen.
Corona hat diese Situation verschärft, denn die betreuten Menschen leiden am meisten.
Seit der Corona-Krise sollte Inklusion auch als eine notwendige Bedingung für eine widerstandsfähige und lebendige Gesellschaft sichtbar und spürbar geworden sein.

Hilfen für Werkstätten mit Behinderungen

Nicht verschweigen möchte ich, dass die Bundesregierung sich auch um die Beschäftigten der Werkstätten kümmert. Die Einbußen der Werkstattbeschäftigten werden zumindest teilweise kompensiert.  Ebenso erfreulich: zumindest einige Beschäftigte konnten zurück an ihre Arbeitsplätze.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Die Corona-Krise - mehr Ausgrenzung denn je?

In einem interessanten Artikel im Deutschlandfunk wird die Situation von Menschen mit Behinderungen in der Corona-Krise beschrieben.

Mehr Ausgrenzung denn je

Verena Bentele, die Präsidentin des Sozialverbands VdK, befürchtet durch die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch mehr Ausgrenzung erfahren. Besonders für Menschen mit geistigen Behinderungen sind Regeln wie Maskenpflicht und Abstandhalten herausfordernd. Für Gehörlose bedeutet die Maskenpflicht zudem eine massive Beeinträchtigung der Kommunikation.
Aber auch die Lockerungen könnten Probleme bringen, z.B. wenn Assistent*innen krank werden.
Berechtigt finde ich auch die Klage, dass die Anliegen von Menschen mit Behinderungen in der Berichterstattung kaum Beachtung findet.

Betreuungseinrichtungen und Werkstätten geschlossen

Eine besondere Herausforderung stellt für Menschen mit Behinderung und deren Familien auch die Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen – Betreuung wird zur Privatsache.
Die Folgen der Schließung der Werkstätten geht weit über das Problem der Betreuung hinaus. Es ist für viele Mitarbeiter*innen ein wichtiger Bestandteil des Lebens.
Dies zeigt eindrucksvoll der Bericht in den Tagesthemen - ab Minute 10:20.



Menschen mit Behinderung sind widerstandsfähiger

Der Bericht im Deutschlandfunk zitiert den Aktivisten Krauthaus, der Menschen mit Behinderungen auch im Vorteil sieht: Sie seien in der Krise teils vielleicht resilienter, sagt er, also psychisch belastbarer und widerstandsfähiger. Menschen ohne Behinderung machten zurzeit Erfahrungen, die viele Menschen mit Behinderung schon ihr ganzes Leben lang hätten. Dazu gehöre die Isolation zu Hause und auch, dass man nicht einfach mal spontan nach draußen gehen können.

Donnerstag, 2. April 2020

Corona-Pandemie: 13 Millionen Menschen, einfach übersehen

Zweifellos sind im Moment die Regierungen und die Verwaltungen aller Ebenen bemüht, den Folgen der Corona-Epidemie für alle Beteiligte so gering wie möglich zu halten. Deshalb möchte ich keine Vorwürfe machen, dennoch hat mich der Artikel der Süddeutschen Zeitung tief berührt:

13 Millionen Menschen, einfach übersehen

Während etwa für Altenheime Schutzkonzepte entstanden sind, werden Behinderteneinrichtungen im Moment überwiegend sich selbst überlassen. Auch hier gibt es Engpässe beim Schutzmaterial.
Hinzu kommt die besonderer Situation:
Zugleich ist es schwer, Menschen mit einer geistigen Behinderung rechtzeitig zu helfen, wenn sie sich infiziert haben. Ihnen fehlen schließlich oft die Worte, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich krank fühlen… Viele haben nicht das Verständnis dafür, wie das geht mit dem Händewaschen oder wie man das jetzt aushalten soll, in seinem Zimmer zu bleiben".

Bewunderung und Dank für die Mitarbeiter/innen

Eine dramatische Situation auch für die Mitarbeiter*innen, sie sind besonders gefordert und müssen tagsüber auch zusätzlich Menschen betreuen, die sonst tagsüber in der Werkstatt ist.
Ein weiterer Grund, warum man die Arbeit der Menschen gar nicht hoch genug würdigen kann!

Montag, 30. März 2020

Informationen zur Corona-Krise in leichter Sprache

Die Corona-Krise belastet im Moment alle Menschen, für Menschen mit Behinderungen ist sie oft noch schlimmer. Ich möchte deshalb auf einige Informationen verweisen, die das Verständnis erleichtern könnte.

Informationen in leichter Sprache

Die Aktion Mensch bietet einen Überblick, von dem aus zu verschiedene Informationen abgerufen werden können: Corona-Infoseite

Auch die Bundesregierung bietet Informationen in leichter Sprache: Corona-Virus


Die Stadt Stuttgart hat ein PDF mit Verhaltensregeln in leichter Sprache herausgebracht: Informationen über das Corona-Virus

Videos in leichter Sprache

Die Behindertenhilfe Wetteraukreis gGmbH hat ein Video veröffentlicht, in dem das Corona-Virus in einfacher Sprache erklärt



Auch die Simpleshow hat ein Erklärvideo herausgebracht:

Mittwoch, 12. Februar 2020

Inklusive Bildungsangebote an der VHS Stuttgart

Gemeinsames Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung

Seit 2013 gibt es ein inklusives Bildungsangebot an der vhs stuttgart. Dabei sollen bestehende Angebote für alle zugänglich gemacht und Barrieren für das Lernen und die Teilhabe beseitigt werden. Beim gemeinsamen Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung geht es darum, voneinander zu lernen und andere Perspektiven und Stärken kennen zu lernen.

Vielfältiges inklusives Angebot

Die Rückmeldungen aus den inklusiven Kursen sind sehr positiv und wir freuen uns, gemeinsam mit allen am Prozess Beteiligten über unser abwechslungsreiches und interessantes inklusives Kursangebot.
Das Motto: Alle Menschen sollen überall dabei sein können. Menschen mit und ohne Behinderung können gemeinsam lernen und Spaß haben.

Weitere Informationen und die Broschüre erhalten Sie über die Homepage der VHS Stuttgart.